Andacht (Kopie 1)

Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage,

Lebensweisheiten – kennen wir. Vielleicht von den Großeltern, Oma und Opa. Vielleicht von einem Menschen, der meint, alles im Griff zu haben- Besser zu wissen. Beispiele? ‚Hochmut kommt vor dem Fall‘. Oder: Solange Du Deine Füße…‘. Oder: ‚Wer 1:0 führt…‘ – jede, jeder von uns könnte die Reihe fortsetzen. Kennt solche Sprüche. ‚Lebensweisheiten‘.

Lebensweisheiten – auch im alten Israel kannten Menschen solche Worte. Sprüche. Sammelten sie. Buch der Sprichwörter. Im Buch des Predigers Salomo. Zwei Bücher in der Hebräischen Bibel, die voll sind von Sprüchen und Sprichwörtern. Und ein solches kann uns durch den Monat September begleiten. Da sagt eine Person: Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind. Was meint sie? Sie sieht Menschen um sich herum. Sieht ihren Alltag. Teilt ihn. Spürt, dass Menschen unruhig sind. Streben. Umtriebig. Wuseln. Arbeiten. Vor- und Nachbereiten. Essen. Trinken. Schlafen. In Kommunikation sind. Sich Mühen. Plagen auch.

Ihnen macht er deutlich, dass sie ruhen dürfen. Pause machen. Ausruhen. Hast Hast sein lassen können.

Lebensweisheiten – oft gegründet in Lebenserfahrung. Oft alles andere als leeres Reden. Oft liebevoll. Zugewandt. Besorgt. Liebevoll. Gott sei Dank.

In einem neueren Lied greift der Lieddichter und Komponist Peter Strauch diese Sehnsucht auf. Er schreibt (Ev. Gesangbuch 644, Vers2):

Hast und Eile, Zeitnot und Betrieb
nehmen mich gefangen, jagen mich.
Herr, ich rufe: Komm und mach mich frei!
Führe Du mich Schritt für Schritt.

Das wünsche ich Dir: Ruhe. Besinnung. Kraft tanken… - mit Gottes Support.

Bleib behütet – ob in Ruhe oder in Bewegung,

Dein Seelsorger Wolfdietrich Rasp