Andacht

Freiheit!

Viele Lieder besingen die Freiheit. Da ist der Song „Freiheit“ von Westernhagen. Oder „I want to break free“ von Queen. Das Volkslied „Die Gedanken sind frei“ kennen die Älteren unter uns noch aus der Schule.

Freiheit scheint eine Ursehnsucht des Menschen zu sein: Ich will frei leben. Kämpfer um und für die Freiheit sind nicht selten zu Volkshelden geworden. Ich denke unter anderem an Andreas Hofer, Mahatma Gandhi und Nelson Mandela.

Als Christ berufe ich mich auf die sogenannte „Evangelische Freiheit“; also die Freiheit, die aus dem Evangelium Jesu Christi erwächst:

Durch Christus bin ich befreit von der Notwendigkeit, mich Gott andienen zu müssen. Ich muss mich bei ihm nicht „lieb Kind“ machen! Er liebt mich sowieso. Er begegnet mir mit Gnade; mit offenen Armen!

Als von Gott „Begnadigter“ bin ich befreit. Befreit zu einem Leben unter Gottes Wort und Verheißung; zu einem Leben in der Liebe.

Evangelische Freiheit ist keine Freiheit von allem. Willkür geht mit dieser Freiheit nicht zusammen.

Freiheit aus dem Evangelium ist die Freiheit zu einem Gott wohlgefälligen Leben: Ein Leben in Liebe zum Schöpfer, zur Mitschöpfung und vor allem zum Nächsten!

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auferlegen.So sagt es der Apostel Paulus (Gal 5,1). Dieses Bibelwort ist Monatsspruch für den Oktober.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie im Spätsommer die Freiheit spüren können, zu der uns Gott berufen hat. Und einen „befreiten Herbst“

Ihr
Ralph Krieger, Dekan