Andacht

Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage,

November – graue Tage. Trauertage. Hoffnungstage auch. Denn November ist ein bunter Monat!

Rückschau – 09. November.
Auf Leid – Pogrome 1938.
Auf Hoffnung – Ende von Kaiserreich und Krieg 1918
Auf Euphorie – Öffnung der DDR-Grenze „Mauer“ 1989.

Rückschau – persönlich
Auf Menschen, die starben. Die wir verabschiedet haben. Wir erinnern sie. Allerseelen im katholischen Raum. Toten- & Ewigkeitssonntag bei uns.
Auf Menschen, die in den Kriegen des 20. Jahrhunderts gestorben wurden – Volkstrauertag.

Hoffnungszeit – Friedensdekade. 10 Tage (08.-18. November) halten Christ:innen inne. Schauen auf Menschen, die sich für Frieden eingesetzt haben. Dies aktuell tun. Tragen die Bitte um Frieden in ihr direktes Umfeld, in unsere Gesellschaft. Bringen sie im Gebet vor Gott. Setzen damit ein Zeichen in Zeiten, in denen Krieg wieder ein Mittel zur Fortsetzung der Politik zu werden scheint. Denken nach über Wege, wie wir friedlicher miteinander leben können. Im Kleinen. Hier vor Ort. Im Großen zwischen den Völkern und Saaten. Getragen in diesem Jahr von dem Wort, das über dem November steht.

Jesaja sagt: Der HERR wird Recht schaffen zwischen den Nationen. Viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden. Ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie hören auf, das Schwert zu heben, Nation gegen Nation. Sie beenden, Krieg zu lernen.

Hoffnungswort in aggressiven Zeiten. Utopie? Vielleicht ein Traum. Aber: beginnen wir. Bei uns.

Hoffnungszeit – Advent beginnt dieses Jahr im November. Zeit der Stille. Der Ruhe und Vorbereitung. Im Ende leuchtet schon ein wenig der Stern von Weihnachten. Davor aber: Advent. Zeit der Hoffnung.

Dass Du den November genießen kannst in all seiner Buntheit – dazu stütze Dich unser Gott, Gott des Lebens. Bleibe behütet.

Dein Seelsorger Wolfdietrich Rasp